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Fadenlifting kurzgefasst

Aktualisiert: 28. Nov. 2023

PDO (Polydioxanon) Fäden und COG (Coned Oriented Guide) Fäden sind in der ästhetischen Medizin weit verbreitet. Sie bieten nicht-invasive Alternativen zu herkömmlichen chirurgischen Facelifts und sind aufgrund ihrer geringen Ausfallzeit und minimalen Risiken bei Patienten beliebt. In diesem umfassenden Überblick werde ich auf ihre Anwendungsgebiete, Indikationen, Wirkmechanismen sowie Kontraindikationen eingehen.




Anwendungsgebiete PDO Fäden


1. Hautstraffung: PDO Fäden werden häufig eingesetzt, um leichte bis mittelschwere Hauterschlaffungen zu behandeln. Sie sind besonders wirksam im Bereich der Wangen, des Halses, der Augenbrauen und des Unterkiefers.

2. Kollagenstimulation: Durch die Induktion einer kontrollierten Verletzung regen PDO Fäden die Kollagenproduktion an, was zu einer verbesserten Hautstruktur führt.


COG Fäden

1. Lifting von erschlafftem Gewebe: COG Fäden sind ideal für Patienten mit mäßiger bis schwerer Hauterschlaffung, insbesondere im Bereich der Wangen und des Halses.

2. Volumenaufbau: Durch das Anheben des Gewebes können COG Fäden auch dazu beitragen, verlorenes Volumen wiederherzustellen.

### Indikationen

- Alterungsbedingte Hauterschlaffung: Beide Fadentypen sind hervorragend für Patienten geeignet, die Anzeichen von Hautalterung wie Schlaffheit und Falten zeigen.

- Präventive Behandlung: Jüngere Patienten, die die Hautalterung verzögern möchten, können ebenfalls von PDO Fäden profitieren.

- Nach chirurgischem Facelift: Als ergänzende Behandlung nach einem chirurgischen Facelift können beide Fadentypen eingesetzt werden, um das Ergebnis zu optimieren.


Wirkmechanismen PDO Fäden

- Biostimulation: Die Einbringung von PDO Fäden führt zur Stimulierung von Fibroblasten, was die Neubildung von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure fördert.

- Sofortiges Lifting: Obwohl der Haupteffekt in der Kollagenneubildung liegt, bieten PDO Fäden auch ein sofortiges, wenn auch weniger ausgeprägtes, Lifting.


COG Fäden

- Mechanisches Lifting: COG Fäden haben Widerhaken, die sich in der Haut verankern und so ein effektives Anheben erschlaffter Bereiche ermöglichen.

- Langfristige Wirkung: Ähnlich wie PDO Fäden stimulieren auch COG Fäden die Kollagenproduktion, wodurch die Hautstruktur langfristig verbessert wird.



Kontraindikationen

- Aktive Hautinfektionen: Vorhandene Infektionen im Behandlungsbereich können die Gefahr von Komplikationen erhöhen.

- Autoimmunerkrankungen: Patienten mit bestimmten Autoimmunerkrankungen könnten ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen haben.

- Schwere Hauterschlaffung: In Fällen von extrem erschlaffter Haut könnten chirurgische Methoden effektiver sein.

- Blutgerinnungsstörungen: Patienten mit Gerinnungsstörungen sollten wegen des erhöhten Blutungsrisikos vorsichtig sein.



Fazit

PDO und COG Fäden sind vielseitige Werkzeuge in der ästhetischen Medizin, die es ermöglichen, Hautalterung effektiv und mit minimaler Invasivität zu behandeln. Während PDO Fäden sich hervorragend für feinere, oberflächliche Anpassungen eignen, bieten COG Fäden stärkere Lifting-Effekte für deutlich erschlaffte Hautbereiche. Wichtig ist eine gründliche Patientenevaluation, um die am besten geeignete Behandlung auszuwählen und Kontraindikationen zu berücksichtigen.


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